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BF3: Nur echt mit 64 Spielern

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mad_flyer_one
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BF3: Nur echt mit 64 Spielern

Beitrag von mad_flyer_one » Do 18. Aug 2011, 21:09

Battlefield 3 in der Vorschau
Nur echt mit 64 Spielern

Auf der Gamescom haben wir sowohl den Conquest- als auch den Koop-Modus von Battlefield 3 gespielt. Einer der beiden Modi hat uns begeistert, der andere ein wenig enttäuscht.

Knapp sechs Monate ist es her, dass Electronic Arts erstmals Spielszenen aus Battlefield 3 präsentiert hat. Das Hauptaugenmerk lag dabei zunächst auf der Solo-Kampagne, auf der E3 zeigten die Entwickler dann den Rush-Modus, den Battlefield 3 von Bad Company 2 erbt. Aber was ist mit dem Herzstück der Shooter-Serie, dem Conquest-Modus, in dem zwei Fraktionen um Flaggenpunkte ringen?

Zu den Conquest-Schlachten von Battlefield 3 gibt‘s nun auf der Gamescom endlich, endlich Neuigkeiten. Und nicht nur das: Die Flaggenhatz ist sogar spielbar, EA hat an seinem Stand in Halle 6.1 einen großen, schwarzen Würfel aufgestellt, in dem 64 PCs stehen. An diesen 64 Computern wiederum stehen 64 Spieler, die sich in zwei Teams aufgeteilt um Fahnenmasten streiten.

Einer dieser 64 Spieler sind wir, auf der Gamescom spielen wir die Conquest-Schlachten erstmals an, steuern Panzer und fliegen Jets. Am Business-Stand von EA probieren wir zudem den neuen Koop-Modus von Battlefield 3 aus, und zwar auf der Playstation 3. Ein Multiplayer-Rundumschlag also, wenn auch ein zwiespältiger. Denn einer der beiden Modi hat uns begeistert – der andere hingegen ein wenig enttäuscht.
Der Conquest-Modus: Klassenkampf am Fahnenmast

Die Conquest-Schlacht bestreiten wir auf der Karte »Caspian Border«, auf der die US-Armee und die Russen um fünf Flaggenpunkte kämpfen. Vor dem Beginn des Gefechts entscheiden wir uns wie gehabt für unsere Klasse. Nun haben wir die vier Soldatentypen von Battlefield 3 schon auf der E3 vorgestellt, hier aber noch mal der Vollständigkeit halber:

Überdies dürfen wir die Waffen der Klassen modifizieren, jeder Schießprügel fasst bis zu drei Upgrades. Das führt zu einer erzdämlichen Szene: Als wir als Recon über einen Hügel robben (um zielsicherer schießen zu können), steht plötzlich ein gegnerischer Engineer vor uns, der seine Knarre mit einer Taschenlampe ausgerüstet hat. Deren Licht blendet uns so, dass wir erstmal nicht wissen, wie wir reagieren sollen – und prompt ins Gras beißen. Lektion gelernt: Künftig auf alles schießen, was leuchtet und sich bewegt.

Nach der Klasse wählen wir – ebenfalls wie gehabt – unseren Einstiegspunkt, also entweder den Startpunkt unseres Teams, eine bereits eroberte Flagge oder einen Squad-Anführer (Falls wir einen haben, Details zum Squad-System gab‘s ja ebenfalls bereits auf der E3). Außerdem dürfen wir direkt in jedes beliebige Vehikel spawnen, das von einem Verbündeten gelenkt wird – so verhindert Dice, dass Spieler ständig alleine losbrausen, ohne auf Teamkameraden zu warten. Darüber hinaus können wir in der gamescom-Demo von Battlefield 3 direkt in einem Jet starten, die Kampfflieger sind auf der Messe erstmals spielbar.

Die Jets: So einfach ist Fliegen

Spielbare Jets? Diese Chance lassen wir natürlich nicht aus, schwingen uns sofort ins Cockpit eines Fliegers und heben ab. Die Maus- und Tastatur-Steuerung funktioniert dabei gut und weit weniger problematisch als seinerzeit in Battlefield 2 , laut dem Dice-Manager Karl-Magnus Troedson sollen sich die Maschinen aber auch wieder mit dem Joystick lenken lassen.

Erschwert wird das Pilotenleben auf »Caspian Border« dadurch, dass die fünf Flaggenpunkte recht nah beieinander liegen. Die Bodenkämpfe konzentrieren sich daher auf einen vergleichsweise kleinen Bereich der Karte – wir müssen aufpassen, neben dem anvisierten Feind nicht auch einen Freund zu treffen.
Video abspielen Battlefield 3 : Battlefield-3-Trailer zum Level Caspian Border Battlefield-3-Trailer zum Level Caspian Border

Außerdem sind wir darauf angewiesen, dass Gegner auf dem Boden von Verbündeten »gespottet«, also entdeckt werden. Kleine Symbole markieren dann Panzer & Co, von oben und mit hohem Flugtempo würden wir die Ziele sonst einfach übersehen. Die Symbole sind allerdings noch recht schwierig zu erkennen – insbesondere dann, wenn drumherum gerade alles explodiert.

Die schlecht sichtbaren Markierungen sind aber nur ein winziger Haar in der Luftkampf-Suppe, sonst macht das Fliegerleben großen Spaß. Wir sausen über die Karte, nehmen mit unserer Gatling-Kanone Bodentruppen aufs Korn und schießen feindliche Jets sowie Helikopter ab, die verbündete Panzer mit Raketen eindecken. Außerdem können wir Täuschkörper abwerfen, falls sich eine feindliche Luftabwehr-Rakete an unser Triebwerk heftet. Auch grafisch sind die Luftschlachten beeindruckend,

Damit unser Flieger nicht ständig an den Kartengrenzen hängen bleibt, hat Dice den Luftraum stark erweitert: Mit dem Jet dürfen wir weit über den Bereich hinaus fliegen, in dem sich Fußsoldaten und Fahrzeuge tummeln. Und das ist auch gut so, Wendemanöver ließen sich sonst nämlich gar nicht fliegen. Falls wir im Luftraum außerhalb des Boden-Bereichs mit dem Fallschirm abspringen, haben wir allerdings nur zehn Sekunden Zeit, um ins Kampfgebiet zurückzukehren – sonst zählt der Absprung als Selbstmord.

Die Kämpfe: Mal im Panzer, mal zu Fuß

Neben den Jets schwingen wir uns natürlich auch ans Lenkrad (beziehungsweise den Steuerknüppel) diverser anderer Vehikel, darunter wendige MG-Buggys, Kampfpanzer und natürlich Helikopter. Letztere steuern sich nun ebenfalls deutlich weniger störrisch als etwa in Battlefield Vietnam , sodass wir uns im Cockpit viel schneller zurecht finden.

Insgesamt sind die Fahrzeug-Gefechte natürlich auch wieder die große Stärke von Battlefield 3, es macht einfach Laune, gemeinsam mit einem anderen Spieler im Panzer an die Front zu rollen. Das kreisförmige Comrose-Kommunikationsmenü, mit dem wir Mitspieler zum Einsteigen oder Fahrer zum Anhalten auffordern könnten, fehlt in der Gamescom-Version von Battlefield 3 allerdings noch. Laut Karl-Magnus Troedson entsteht das Kreismenü gerade erst, noch steht nicht mal exakt fest, welche Befehle man damit erteilen kann.
Video abspielen Battlefield 3 : Interview-Video mit Karl-Magnus Troedssen Interview-Video mit Karl-Magnus Troedssen

Insgesamt macht die Conquest-Schlacht genauso viel Spaß wie eh und je – oder sogar mehr, weil sich die Jets nun leichter lenken lassen. Battlefield-2-Jet-Veteranen mögen nun die Nase rümpfen und säuseln: »So kann‘s ja jeder.« Aber genau so ist Battlefield 3 nun mal gedacht: Jeder Spieler soll jede Rolle übernehmen können, ohne vorher ein Studium absolviert zu haben.

Auch als Fußsoldat finden wir uns sofort zurecht und erobern rasch unseren ersten Flaggenpunkt: Mit einem Buggy rasen wir an die Front, steigen aus, hüpfen über ein Mäuerchen und werfen uns neben dem Fahnenmast bäuchlings ins hohe Gras, um nicht entdeckt zu werden – und nach einer kurzen Wartezeit gehört die Fahne uns. Wenn wir über ein Hindernis springen, sehen wir übrigens die Beine unseres Soldaten – das erzeugt ein gutes »Körpergefühl«.

Battlefield 3 : Die Jets feiern in Battlefield 3 ihr Comeback, nachdem sie in den Bad-Company-Ablegern nicht spielbar waren. Die Jets feiern in Battlefield 3 ihr Comeback, nachdem sie in den Bad-Company-Ablegern nicht spielbar waren. Ein andermal kämpfen wir uns gemeinsam mit mehreren Kameraden und einem Panzer durch einen Grenzposten (die Karte heißt nicht umsonst »Kaspische Grenze«) und gehen dabei sogar taktisch vor. So schießt der Panzerfahrer ein Loch in den Grenzzaun und rückt dann weiter vor, um die Gegner abzulenken. Wir stürmen derweil durch die Lücke im Zaun und umgehen den Feind, um ihm in die Flanke zu fallen – Teamwork, wie es im Buche steht.

Die Zaunlücke verdanken wir natürlich den zerstörbaren Umgebungen von Battlefield 3, wie in Bad Company 2 sind fast alle Objekte kaputtbar. Das bringt nicht nur Atmosphäre, sondern – wie erwähnt – auch taktische Vorteile.

Hin und wieder hapert‘s allerdings mit der Zerstörbarkeit. Als wir etwa mit dem Panzer langsam gegen einen Laternenmast fahren, bleibt der einfach stehen. Wenn wir schnell rolllen, knickt der Mast hingegen um. Hm, sollte nicht auch ein langsam fahrender Panzer die Laterne mühelos niederwalzen? Schließlich können wir mit dem Vehikel sogar durch Betonsperren brechen ... Es mag aber sein, dass Dice noch an der Objektphysik feilt. Noch ist Battlefield 3 schließlich nicht fertig.
Der Koop-Modus: Rettungsmission mal zwei

Neben den Conquest-Gefechten dürfen wir auf der Gamescom auch den Koop-Modus von Battlefield 3 spielen. Der wird mehrere Zwei-Spieler-Missionen bieten, die Dice allerdings nicht aus der Solo-Kampagne übernimmt, sondern speziell für Koop-Zwecke entwirft. Eine Rahmenhandlung verknüpft die Einsätze, die man nacheinander freischaltet.

Neben Missionen für Fußsoldaten wird es auch Vehikel-Einsätze geben, in denen die Spieler gemeinsam in Fahrzeugen unterwegs sind. Beispielsweise steuert der eine Spieler einen Helikopter und verschießt Raketen, während der andere als Co-Pilot die Gatling-Kanone des Hubschraubers bedient und Feinde als Ziele markiert. Jet-Missionen wird es im Koop-Modus allerdings nicht geben.

Die Koop-Mission, die wir auf der Gamescom anspielen dürfen, heißt »Extraction«. Sie dreht sich um einen Kämpfer der PLR (der iranischen Widerstandsarmee), der überlaufen möchte. Gemeinsam mit unserem Kameraden sollen wir den Ex-Schurken ausfindig machen und in Sicherheit bringen.
Video abspielen Battlefield 3 : Kommentiertes Video zum Koop-Modus Kommentiertes Video zum Koop-Modus

Das macht durchaus Spaß, wir kämpfen uns Seite an Seite durch ein Haus und gehen dabei auch mal mit Teamwork vor. Beispielsweise schalten wir einen unbedarften Feind mit der schallgedämpften Pistole aus, während sich unser Kamerad mit dem Messer an einen zweiten Gegner anschleicht. Normales Ballern ist allerdings meist genauso effektiv, taktische Winkelzüge oder große Absprachen sind selten nötig.

Interessant übrigens: Dice recycelt für die Koop-Missionen offensichtlich Level-Bauteile aus der Kampagne. So kämpfen wir uns durch einen Lagerkeller mit Drahtverschlägen, der auch im 12 Minuten langen Falludschah-Trailer zu sehen ist, den Dice bereits vor Monaten veröffentlicht hat. Darin muss der Held im Drahtverschlag-Keller eine Bombe entschärfen, wir hingegen ballern uns einfach durch.

Ebenfalls interessant: Die Playstation-3-Version von Battlefield 3 sieht wesentlich schlechter aus als die PC-Fassung. Das soll nun kein Konsolen-Bashing sein – dass die aktuellen Videospiel-Würfel nicht die Leistung eines Highend-PCs erreichen, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein.

Konsolenspieler, die angesichts der schicken (PC-)Trailer feuchte Augen bekommen, müssen ihre Erwartungen allerdings zurückschrauben, unter anderem sind die Texturen unschärfer und die Umgebungen detailärmer. Was allerdings nicht heißt, dass Battlefield 3 schlecht aussieht – oder keinen Spaß macht. Wenn in einer heftigen Schießerei Trümmer wirbeln und Säulen zerbröseln, ist die heruntergeregelte Grafikqualität schnell vergessen.


HIERZU GIBT ES NOCH EIN PAAR VIDEOS IM LINK DER QUELLE: http://www.gamestar.de

ChadRip
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Re: BF3: Nur echt mit 64 Spielern

Beitrag von ChadRip » Fr 19. Aug 2011, 08:13

Da ich nur ab und an die Berichte lese, weils oftmals halt immer das gleiche war, was von den Magazinen als "neue Details" rausgegeben wurde, weiß ich nicht ob das jetzt wirklich neu ist, aber es wird sie wieder geben :)
Mad_flyer_one hat geschrieben:Das kreisförmige Comrose-Kommunikationsmenü, mit dem wir Mitspieler zum Einsteigen oder Fahrer zum Anhalten auffordern könnten, fehlt in der Gamescom-Version von Battlefield 3 allerdings noch. Laut Karl-Magnus Troedson entsteht das Kreismenü gerade erst, noch steht nicht mal exakt fest, welche Befehle man damit erteilen kann.
Was da so beschrieben wurde klingt aber echt lecker! Ich bin gespannt :)

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