Ich poste das mal hier, weil ich keinen passenderen Thread gefunden habe. Falls dagegen etwas einzuwenden ist, bitte löschen/verschieben und natürlich eine gewaltige Rüge an mich.
Gewalt ist nicht gleich Gewalt
Neue Forschungsergebnisse: Spieler differenzieren zwischen realer und virtueller Gewalt
Autor: Marc Sauter (03.07.2008) - Focus Online berichtet über eine Studie, welche sich mit den Auswirkungen von Gewalt auf das menschliche Gehirn beschäftigt. Demnach gibt es im Hirn keine Überlappung zwischen virtueller und realer Gewalt.
Spielen ist weder ein Verbrechen, noch mit realer Gewalt gleichzusetzenDie im Institut für kognitive Neurowissenschaften der Universität Bremen durchgeführte Studie untersuchte die Gehirnaktivitäten von 22 männlichen Testprobanden. Hierfür wurden diese in einen Magnetresonanztomografen geschoben, anschließen zeigte man den Probanden Aufnahmen realer und virtueller Gewalt.
Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass jeweils unterschiedliche Gehirnregionen angesprochen werden. Während bei der virtuellen Gewalt das Großhirn angeregt wurde, welches als "Sitz menschlicher Intelligenz und des Urteilsvermögens gilt", sprang bei der realen Gewalt das für die Triebe verantwortliche limbische System an.
Eine Differenzierung ist somit auf jeden Fall vorhanden, beide Arten der Gewalt werden auf neuronaler Ebene getrennt. Der Leiter des Projekts sieht die Ergebnisse als "starkes Argument gegen die Annahme, dass sich bei häufiger Nutzung von Gewaltspielen am Computer fiktionale und reale Szenen überlagern."
Nebenbei wurde festgestellt, dass Spielen das räumliche Vorstellungsvermögen steigere. Kritik äußerten die Forscher jedoch auch. So würde exzessives Spielen echte soziale Kontakte verhindern bzw. deren Aufbau. Dies ist aber genauso bei jedem anderen Hobby, welches man nicht in der Gruppe macht, gegeben.