Neues Spiel, neue Waffen, neue Fahrzeuge, neue Maps. Dieses Schema galt bisher für jedes neue Battlefield und trifft natürlich auch auf Battlefield 3 zu. Und wie jedes Mal zeigt DICE zuerst Bilder und verrät dann, was wirklich drinnen steckt. Battlefield wäre jedoch nicht Battlefield, wenn findige Spieler nicht sofort alle Details analysieren würden.Parallel dazu hat sich Max aka MaxFragg das Gerät einmal genauer angeschaut und in einem Gastbeitrag mit Battlefield 2 verglichen. Viel Spaß damit.
Gastbeitrag MaxFragg
Krudes Konzept für Battlefield 2
Wenn man die Waffen-Auswahl von Battlefield 2 betrachtet, so herrscht dort ein heilloses Chaos. Die Amerikaner laufen mit der M16A2 Variante herum, welche ihren letzten Einsatz im Golfkrieg sah und 2001 in Afghanistan schon weitgehend durch M16A4 und M4 ersetzt wurde. Während dessen durften sich die MEC über AK-101 Sturmgewehre freuen, die zum Erscheinen von Battlefield 2 gerade als Prototypen existierten. Auch bei den Fahrzeugen gab es ein ähnliches Bild, wenn auch mit deutlichem Hang zu futuristischem Arbeitsgerät. Nur das ungepanzerte Hmmvee und die in die Jahre gekommene F/A-18 Hornet störten den Eindruck.
Battlefield 3: gründliche Recherche
Blickt man auf Battlefield 3 so sieht die Sache deutlich anders aus, auch wenn ich mich zurzeit nur auf das Equipment der US-Marines beziehen kann. Dieses macht einen deutlich durchdachteren Eindruck und Glaubwürdiger als noch in BF2 – so ist das M16 die aktuelle A4 Version, der futuristische Predator-Raketenwerfer wurde durch den AT-4 ersetzt und die langsam in die Jahre kommende F/A-18 durch ihre große Schwester, die F/A-18E Super Hornet. Auch verzichten die Marines dieses Mal auf die Lufttaxis der US-Navy und bekommen einen UH-1Y Venom, statt der seltsamen Blackhawk-Seahawk-Mischung im Vorgänger. All dies zeigt, dass DICE wohl deutlich gründlicher recherchiert hat als noch in Battlefield 2, oder auch dass ihnen dieses Thema wichtiger wurde.
Kleine Wermutstropfen
Ein paar Wermutstropfen bleiben dennoch. So trüben zwei andere Hubschrauber das stimmige Bild; zum einen der Apache, welcher bislang allerdings nur auf Artworks auftaucht, was genau so bei Battlefield 2 der Fall war, wo er am Ende auch nicht im Spiel war. Zum anderen zeigt ein Screenshot einen Littlebird, welcher gerne in Spielen auftaucht und auch in der Battlefield-Serie bereits zwei Mal in unterschiedlichen Versionen vorhanden war. Dennoch, dieser Hubschrauber ist im US Militär ein echter Exot und wird nur bei den Taxifahrern der Special Forces, dem Helikopter-Geschwader Nightstalkers eingesetzt, welches zum US-SOCOM und der Army gehört und somit kaum zusammen mit Marines am Boden im Einsatz wäre.
Als Trivia zum Schluss, die Night Stalkers sind auch jene Einheit, welche als einzige über mit Raketen bewaffnete Blackhawks verfügt, wie sie noch in der Alpha-Version von Battlefield 2 zu sehen waren. Diese Hubschrauber heißen übrigens nur in Spielerkreisen Battlehawks. Die korrekte Bezeichnung lautet MH-60L Direct Action Penetrator, oder einfach kurz "DAP".
Ausblick: Script oder kein Script, das ist die Frage
Soweit zum Gastbeitrag von MaxFragg, dem wir noch einen kleinen Ausblick hinzufügen möchten. Wichtig bei der Betrachtung der Trailer ist ein Punkt: auch bei Bad Company 2 bewegte sich in den Trailern einiges durchs Bild, was später nur im Singleplayer (LkWs, Buggy) oder nur als Script (sämtliche Kampfjets) auf den Maps zu finden war. Um der Sache auf den Grund zu gehen, existieren in unseren Battlefield Wiki deshalb bereits jetzt Beiträge zu den Waffen in Battlefield 3 und Fahrzeugen in Battlefield 3, für die wir weitere Autoren suchen. Details, die hier bisher noch fehlen, haben die Off Duty Gamer und GamerSpawn in ihren neuesten Analysen zusammengefasst.
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http://www.youtube.com/watch?v=Ox_9jwcf ... r_embedded[/youtube]
Quelle:
bf-games.net