FlugFrettche hat geschrieben:Borderliner71 hat geschrieben:e4sy hat ihn mir auf seinem Riesenfernseher schon gezeigt. Auch wenn ich bei manchen Dingen "ernüchtert" war, freue ich mich trotzdem drauf. :hecheln:
Sag ja nicht, du magst das Lichtschwert nicht xD
Doch, genau das! Zu viel Herr der Ringe geguckt? Oder einfach keine andere Idee gehabt, wie man es noch Spektakucineastischneubooooaaaaa machen kann?
Die Ursprüngliche Idee George Lukas zu den Jedi (und damit auch der Sith) war eine Art Mischung aus Mönchen und Samurai. Die Art wie Obi Wan Kenobi und auch nachher Qui Gon Jin die Ausbildung vornahmenen, das Spirituelle und so weiter, zeigen das auch sehr gut. Ok, dann kam Darth Maul, der schon weit aus dynamischer mit Doppelklingen-Lichtschwert kämpfte. Aber auch das war eine asyatische Kampfkunst im Star Wars-Gewand.
Die Form dieses neuen Lichtschwertes sieht einfach nur nach Herr der Ringe oder von mir aus auch König Artus, schlicht nach Mittelalter aus. Und das entfernt sich für mich doch schon sehr vom ursprünglichen Gedanken. Zumal das "Lichtschwert" auch ein praktisch unerkannter Übersetzungsfehler ist, denn das Ding heißt im englischen nicht Lightsword, sondern Lightsaber. Was ich im Teaser sah war ein Sword (Schwert) und kein Saber (Säbel). Womit wir wieder zu der Mönch/Samurai-Sache kommen. Die "Lightsaber" der bisherigen Filme hatten eher Ähnlichkeit mit einem Säbel oder halt eben den Waffen der Samurai. Im Falle des Doppellichtschwertes erinnerte es z.B. an den Bo beim Aikido und wird auch so geführt.
Außerdem erinnerte mich die Sequenz mit dem Millenium Falcon ziemlich an Star Trek vs. Star Trek: "Krawummrummspengschepperexplodier" während "linksrechtsschleuderrunterdrehhochvorwärtsrückwärtsrüttelschüttel"... Beim Blick auf den Fernseher weiß ich dann gerade nicht, ob ich jetzt wie ein Girlie in der Achterbahn kreischen oder doch nur einfach vor Schwindelgefühl auf den Teppich kotzen soll...
Ich schalte schon beim fernsehen sofort um, wenn Sendungen dadurch "interessanter" gemacht werden, daß scheinbar nur Kamermänner mit Parkinson und Zoomknopf-Fetischismus am Werke sind. Als hätte jemand seine olle VHS-Videokamera wieder entdeckt. Steady-Cams haben sie schon in den 80ern erfunden, die sollten besser geworden sein. Aber nein, da wird eine Sendung "besser" gemacht, indem im Millisekundentakt das Bild direkt in die Aknepore des Statisten zoomt, dann wieder raus auf Panorama, rein, raus, rein und natürlich weiter "aufgehübscht" durch links-rechts-hoch-runter-Geschüttel...
Jetzt fehlt nur noch, daß die Kampfszenen in Hektoliter von Blut versinken, wie die Perser unter den Schwertern der Spartaner in 300. Ich weiß nicht warum heute alles extrem, extremer, am extremsten sein muß. Liegt es daran, daß die Menschheit einfach nur abgestumpft ist? Das man die mit Hartz IV-TV auf den IQ einer Amöbe verblödeten Vollhonks anders nicht mehr unterhalten kann? Viel "boa", wenig denken?
Daß man mit neuer Technik viel mehr machen kann bedeutet für mich einfach nicht, daß man auch mehr machen muß. Ein guter Film ist gut durch eine Botschaft, weil er eine spannende Geschichte erzählt, oder ähnliches. Ein Feuerwerk an Spielereien kaschiert nur Ideenfreiheit und sonstiges Können.
Aber nichts destor trotz will ich ihn sehen.

Wenn er scheiße ist, war's mein letzter Star Wars-Film. Bei Star Trek war ich anfänglich auch skeptisch. Und da waren die Storys der neuen Filme gut genug, um mich den vollgekotzten Teppich erstmal ignorieren und weiter schauen zu lassen.
